
| Der Künstler hatte Architekturbüros gebeten, zeitgenössische Bienenhäuser zu entwerfen. Die entstandenen Entwürfe werden nicht nach Wettbewerbskriterien bewertet, sondern stehen jedes für sich in einem Dialog mit ihrer Umgebung. Die Funktionstüchtigkeit der Häuser, die während der Ausstellungszeit mit Bienen bestückt werden und von Imkern betreut, wurde gewährleistet durch konkrete Vorgaben des Künstler: Pro Haus mindestens 1 Brutkasten mit 10-12 Standardwaben à 37 x 22,3 cm Platz, einen Deckel für die Entnahme des Honig (wahlweise als Dach oder zu öffnende Rückseite), ein Flugloch 30 x 43,5 cm. Die Häuser sind Projektionsfläche verschiedener Interpretationen. So steht zum Beispiel der Bienenstaat mit seiner strengen Arbeitsteilung und Hierarchie für soziale Ordnungssysteme und Autarkie, die Kultivierung – und damit auch Gestaltung – der Landschaft wird mit der Gestaltung der Behausungen weitergeführt ... | |