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Leipzigs erster Bürgergarten

Im 7-jährigen Krieg hatten sich die Befestigungsanlagen um die Stadt als nutzlos erwiesen und so entledigte sich Leipzig nach und nach, als eine der ersten Städte dieser einengenden Mauern. Auf den freiwerdenden Flächen entstanden gärtnerische Anlagen im damals neuen, aus England kommenden, landschaftlichen Gartenstil. Dafür charakteristisch ist künstlich geschaffende Natürlichkeit, die sich durch geschwungene Wege, bewegte Uferlinien und freiwachsende Gehölze auszeichnet. Schon zu Beginn des Jahrhunderts hatte man damit begonnen, im Bereich der Stadtbefestigung mehrreihige Alleen zu anzulegen, sie wurden ab 1777 durch die entstehenden Parkanlagen ergänzt.
 
Durch Veränderungen der angrenzenden Bausubstanz – es entstanden innerhalb und außerhalb des Promenadenrings über die Jahrhunderte hinweg ständig neue Bauten bzw. es wurden alte abgerissen – waren auch die Grünanlagen ständigen Veränderungen in Fläche und Gestalt unterworfen. Sie wurden nach Plänen der amtierenden Gartendirektoren umgestaltet. Mitte des 19.Jh war es vor allem Peter Joseph Lenné als königlich-preußischer Gartendirektor (Augustusplatz, Lenné-Park), um 1900 war Carl Hampel städtischer Gartendirektor und gestaltete u.a. den Martin-Luther -Ring, Dittrichring, Goerdelerring und Tröndlinring.

Seit 1993 wird versucht, bei Umgestaltungen der Grünflachen nach einer gartendenkmalpflegerischen Rahmenkonzeption das historische Erscheinungsbild wiederherzustellen, um ein stimmiges Bild von Grün und Umgebung zu schaffen.
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