
| Nach einem Jahrzehnt der Modernisierung befindet sich die Großwohnsiedlung Grünau in einer Phase der strategischen Neuausrichtung und des Stadtumbaus. Wachsende Wohnungsleerstände waren der Anlass für den Abbruch von Wohngebäuden, der auch in der Zukunft fortgesetzt werden muss. An Stelle der Plattenbauten breiten sich freie ungenutzte Flächen aus. Durch eine Konzentration von Einzelabbrüchen zeigt sich an manchen Orten bereits heute eine Auflösung der städtebaulichen Struktur, die weiter voranschreiten wird. Da solche Flächen auf lange Zeit nicht wieder für eine Wohnnutzung in Frage kommen, gibt es hier Platz für mehr Landschaft. Unter der Überschrift WOHNFOLGELANDSCHAFTEN wurde in einem internationalen, durch die EU geförderten Projekt – LHASA – im März 2005 der Frage nachgegangen, wie man dieses sich immer stärker ausweitende Freiflächenpotential unter dem Aspekt geringen Nutzungsdrucks und knapper werdender öffentlicher und privater Mittel interpretiert und behandelt. Less is more – Mehr Qualität durch weniger Häuser – dieser Anspruch soll für Grünau unter Beweis gestellt werden. Bis zum September 2005 sollen die ersten Visionen, Aktionen und Prototypen im Ergebnis des Workshops in Grünau vorgestellt werden. |
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