Kerstin Graf

Brachenmonolog

Mehrere großflächige strukturierte Bilder werden an den leerstehenden Häusern angebracht. Sie bringen eine bruchstückhafte, künstlich illustrierte Natur mit der von Menschen geschaffenen Industriebrache in Verbindung. Es ist eine künstliche Welt an einem künstlichen Ort. Unsere Vorstellung von Natur ist geprägt von einer jahrtausendlangen kulturellen Aneignung der Natur. Unsere romantische Sehnsucht nach unberührter Natur bleibt unerfüllt.
Die Malerei entsteht vor Ort. Sie wird auf große Sperrholz- oder MDF- Platten aufgetragen und an die Häuserwände angeschraubt. Die abstrahiert gemalte Pflanzenstruktur schließt sich direkt an die real gewachsene Vegetation an.